Dachbegrünungen eignen sich als Alternative zu konventionellem Oberflächenschutz wie zum Beispiel Kies. Sie bieten funktionale Lösungen, um ungenutzte Flächen im urbanen Raum baulich zu nutzen. In Zusammenarbeit mit unserem Partner Zinco bietet WH aufeinander abgestimmte Systemaufbauten für vielfältige Anforderungen und Dachformen. Diese zeichnen sich durch bautechnische Eigenschaften wie eine zeitversetzte Abgabe von Niederschlagswasser aus.
Ob als pflegeleichte extensive Variante oder als intensiv genutzte Fläche mit Terrassen und Aufenthaltsbereichen, Begrünungen eröffnen vielseitige architektonische Optionen. WH unterstützt Bauprojekte von der ersten Planung bis zur Bereitstellung der passenden Systemkomponenten. Die persönliche Fachberatung zu den verschiedenen Begrünungsarten und eine abgestimmte Auswahl an hochwertigen Materialien bieten hierbei die verlässliche Grundlage für jedes Vorhaben.
Moderne Begrünungen erfüllen spezifische bauliche Aufgaben am Gebäude. Je nach gewähltem Systemaufbau wird das Niederschlagswasser innerhalb des Begrünungssystems aufgenommen und zeitversetzt abgegeben, was das Wassermanagement unterstützt. Zudem kann die Begrünung je nach Systemaufbau die darunterliegende Dachabdichtung vor direkter UV-Strahlung und verschiedenen Witterungseinflüssen schützen. Darüber hinaus lassen sich begrünte Bereiche flexibel mit Terrassen, Aufenthaltsflächen und weiteren Nutzungsmöglichkeiten kombinieren.
Eine fachgerechte Dachbegrünung erfordert präzise aufeinander abgestimmte Materialien. WH führt ein umfassendes Sortiment an bewährten Zinco-Systemlösungen für vielfältige Anforderungen und Dachformen. Die persönliche Fachberatung und Erfahrung von WH unterstützt dabei, für jedes Bauprojekt die passende Grundlage auszuwählen.
Substrate und Systemaufbauten: Die Systemerde bildet die Grundlage für die Bepflanzung. Kombiniert mit Funktionselementen wie dem Floradrain® FD 25 wird für eine Speicherung und Ableitung von Wasser gesorgt.
Systemkomponenten: Für die fachgerechte Installation stehen Komponenten wie der Systemfilter SF, die Speicherschutzmatte SSM 45 sowie passende Kiesleisten zur Verfügung. Bei einer nicht wurzelfesten Dachabdichtung kommt als erste Lage eine Wurzelschutzfolie WSF 40 oder für ETA-konforme Aufbauten die Wurzelschutzbahn WSB 100-PO zum Einsatz.
Anwendungsbereiche: Die Systeme sind auf unterschiedliche Dachneigungen abgestimmt. Extensive Begrünungen wie der niedrige Sedumteppich sind pflegeleicht und benötigen meist nur ein bis zwei Wartungsgänge pro Jahr. Für intensivere Begrünungen stehen Systeme zur Verfügung, die gartenähnliche Nutzungen mit Rasen, Stauden und Gehölzen ermöglichen.
Eine durchdachte Planung ist der Schlüssel zu einer funktionssicheren Dachbegrünung. WH steht Projekten mit Erfahrung und Expertise als Baustoffhändler zur Seite. Die WH-Fachberater unterstützen bei der Planung, bieten verlässliche Lösungen für Bau- und Hilfsstoffe und stellen sicher, dass alle Systemkomponenten auf die jeweilige Dachsituation abgestimmt sind. Mit WH wird auf Qualität, Fachkompetenz und ein starkes Sortiment gesetzt, um Dachbegrünungen effizient zu realisieren.
Für Dach- und Fassadenbegrünungen können je nach Standort und Projekt unterschiedliche Fördermöglichkeiten zur Verfügung stehen. Es wird empfohlen, sich vor Projektbeginn über die aktuell geltenden Bedingungen und Zuschüsse der Städte oder Gemeinden zu informieren.
Weitere Informationen zu den Fördermöglichkeiten sind in der Übersicht über Fördermöglichkeiten für Gebäudebegrünung in Österreich sowie über die Plattform GRÜNSTATTGRAU abrufbar.
Vor Beginn der Arbeiten muss die statische Tragfähigkeit des Dachs für die zusätzliche Last aus Substrat, Pflanzen und gespeichertem Wasser sichergestellt sein. Zudem ist eine wurzelfeste Dachabdichtung oder eine entsprechende Wurzelschutzlage als erste Schicht erforderlich. Die Dachneigung bestimmt die Wahl des Systemaufbaus: Bei geneigten Flächen oder Steildächern müssen auftretende Schubkräfte über Systeme wie Floraset® FS 75 oder Georaster® in entsprechend bemessene Traufabkantungen abgeleitet werden. Aus Sicherheitsgründen sind bei Arbeiten auf Dachflächen ab einer Arbeitshöhe von in der Regel zwei Metern Einrichtungen zur Absturzsicherung vorgeschrieben.
Extensive Dachbegrünung: Diese Variante ist pflegeleicht, zeichnet sich durch eine geringe Aufbauhöhe sowie ein vergleichsweise geringes Gewicht aus und nutzt an den Standort angepasste, trockenresistente Pflanzengemeinschaften wie beim Sedumteppich.
Intensive Dachbegrünung: Diese Form erfordert einen höheren Systemaufbau und eignet sich für eine vielfältige Bepflanzung mit Rasen, Stauden oder Gehölzen. Sie ist zudem mit Gehbelägen, Terrassen und Aufenthaltsflächen kombinierbar, wobei die begrünte Fläche regelmäßig gepflegt werden muss.
Schräg- und Steildachbegrünung: Für geneigte Flächen ab ca. 10° bis über 25° Neigung kommen spezielle Systemelemente wie Floraset® oder Georaster® zum Einsatz. Diese sorgen für eine Verzahnung mit dem Substrat, wirken dem Abrutschen entgegen und leiten auftretende Schubkräfte ab.
Kombination aus Begrünung und Solar: Diese Systemlösung ermöglicht die gemeinsame Nutzung der Dachfläche für Begrünung und Photovoltaik, wobei der Begrünungsaufbau je nach System auch als Auflast zur Windsogsicherung der Solarmodule eingesetzt wird.
Das System muss auf die Niederschlagsmengen abgestimmt sein. Die Funktionselemente regulieren den Wasserrückhalt, nehmen das Niederschlagswasser auf und geben es zeitversetzt ab, um Staunässe zu vermeiden. Die Eigenschaften sind vom gewählten System abhängig.
Für einen fachgerechten Aufbau ist eine wurzelfeste Basis entscheidend. Bei einer nicht wurzelfesten Dachabdichtung ist eine Wurzelschutzfolie WSF 40 oder eine ETA-konforme Wurzelschutzbahn WSB 100-PO als erste Lage zwingend erforderlich. Direkt darüber schützt eine Speicherschutzmatte die Abdichtung vor mechanischen Beschädigungen und speichert zusätzlich Wasser. Als obere Schutzschicht verhindert der Systemfilter SF, dass Feinteile aus der Systemerde in die darunterliegende Dränschicht eingeschwemmt werden.
Die Auswahl orientiert sich an der Begrünungsart, der Ausrichtung und der Dachneigung. Bei der extensiven Begrünung werden Sedum-Sprossen oder Flachballenpflanzen in Kombination mit der darauf abgestimmten Systemerde verwendet. Bei geneigten Flächen ist die Pflanzenauswahl zusätzlich auf die Dachneigung abzustimmen. Bei Intensivbegrünungen richtet sich das Substrat nach den spezifischen Anforderungen der gewählten Gehölze oder Stauden.
Die Systemkomponenten sind in der exakten Reihenfolge des gewählten Systemaufbaus zu verlegen. Der Aufbau beginnt auf der wurzelfesten Abdichtung mit der Speicherschutzmatte, gefolgt von Dränelementen, dem Systemfilter, der Systemerde und dem anschließenden Pflanzenansatz.
Die Ausführung muss den lokalen Bauvorschriften, Brandschutzrichtlinien und Normen entsprechen. Dazu gehören auch die regionalen Vorgaben zur Gestaltung von Dachflächen und die Einhaltung der Richtlinien zur Absturzsicherung bei Höhenarbeiten.