Ob Neubau, Renovierung oder Ausbesserungsarbeiten, eine sauber verputzte Wand bildet die Grundlage für einen hochwertigen Innenraum. Der richtige Putz schützt die Wand, gleicht Unebenheiten aus und schafft den idealen Untergrund für Farbe, Tapeten oder dekorative Oberflächen. Akzentwände im Schlaf- und Wohnzimmer oder kreative Wandideen für das Kinderzimmer bekommen die ideale Basis. Mit etwas Vorbereitung und den passenden Materialien lässt sich eine Wand auch selbst verputzen.
In dieser Anleitung erfahren Sie Schritt für Schritt, worauf es beim Verputzen einer Wand ankommt, welche Werkzeuge benötigt werden und wie Sie ein gleichmäßiges Ergebnis erzielen.
Ein gutes Ergebnis beginnt lange bevor der erste Putz aufgetragen wird. Der erste Schritt der Verputz-Anleitung ist daher die Vorbereitung: Der Untergrund muss sauber, trocken und tragfähig sein. Entfernen Sie daher lose Farbreste, Staub oder alte Tapeten vollständig und bessern Sie größere Risse oder Löcher aus.
Stark saugende Untergründe sollten mit einem geeigneten Tiefengrund vorbehandelt werden. Glatte Flächen benötigen häufig einen Haftgrund, damit der Putz optimal haftet. Erst wenn der Untergrund der Wand richtig vorbereitet ist, kann mit dem eigentlichen Verputzen nach Anleitung begonnen werden.
💡 WH-Tipp: In den WH-Baumärkten finden Sie Tiefengründe, Haftgründe und Spachtelmassen für nahezu jeden Untergrund. Unsere Fachberater und -beraterinnen helfen Ihnen gerne bei der Auswahl.
Um eine Wand richtig zu verputzen, benötigen Sie neben dem passenden Putz auch das passende Werkzeug. Hochwertige Werkzeuge erleichtern die Arbeit und sorgen für ein gleichmäßigeres Ergebnis.
Je nach Einsatzbereich kommen Kalkputz, Kalkzementputz, Gipsputz oder Lehmputz infrage. Die Wahl richtet sich nach Raumklima und Untergrund. Gipsputz eignet sich vor allem für normale, trockene Innenräume, während Kalk- und Kalkzementputz häufig bei stärker beanspruchten oder feuchteren Bereichen zum Einsatz kommt. Lehmputz sorgt für ein besonders natürliches und feuchtigkeitsregulierendes Raumklima.
Der Putz sollte stets nach Herstellerangaben angemischt werden. Ein elektrisches Rührwerk sorgt für eine gleichmäßige Konsistenz und spart Muskelkraft.
Mit Glättkelle und Traufel wird der Putz aufgenommen und auf die Wand aufgetragen und das möglichst effizient.
Diese Latten dienen dazu, den frischen Putz gleichmäßig abzuziehen und Unebenheiten auszugleichen.
Je nach gewünschter Oberfläche wird der Putz mit der Glättkelle, dem Reib- oder Schwammbrett geglättet oder strukturiert.
Beim Verputzen einer Wand kommt es vor allem auf ruhiges und gleichmäßiges Arbeiten an. Arbeiten Sie immer abschnittsweise und vermeiden Sie längere Unterbrechungen, damit keine sichtbaren Übergänge entstehen. Bereiten Sie alle Werkzeuge vor Beginn der Arbeiten vor und rühren Sie nur so viel Putz an, wie Sie innerhalb der angegebenen Verarbeitungszeit aufbringen können. Mit etwas Geduld und den Schritten aus dieser Anleitung gelingt beim Verputzen der Wand auch Heimwerkern ein sauberes und gleichmäßiges Ergebnis.
Mischen Sie den Putz exakt nach Herstellerangaben an und verwenden Sie dafür sauberes Wasser sowie ein Rührwerk oder einen leistungsstarken Bohrmaschinenaufsatz. Die Masse sollte cremig, klumpenfrei und gut streichfähig sein. Nach dem ersten Anrühren muss der Putz häufig einige Minuten ruhen, bevor er nochmals kurz durchgerührt wird. Verarbeiten Sie den angemischten Putz innerhalb der vom Hersteller angegebenen Zeit und nach unserer Verputz-Anleitung.
Tragen Sie mit einer Glättkelle oder Traufel den Putz gleichmäßig auf die Wand auf. Arbeiten Sie dabei von oben nach unten und verteilen Sie das Material in einer einheitlichen Schichtstärke. Bearbeiten Sie die Wand abschnittsweise und achten Sie darauf, die Übergänge zwischen den einzelnen Bahnen möglichst nahtlos zu gestalten. So entsteht später ein ebenmäßiges Oberflächenbild.
Sobald genügend Material aufgetragen wurde, ziehen Sie die Fläche mit einer Kartätsche oder Richtlatte ab. Führen Sie das Werkzeug in leichten Zickzackbewegungen über die Wand, um überschüssigen Putz abzunehmen und Vertiefungen auszugleichen. Kontrollieren Sie das Ergebnis regelmäßig aus verschiedenen Blickwinkeln, damit Unebenheiten frühzeitig erkannt und ausgebessert werden können.
Hat der neue Putz an der Wand leicht angezogen, wird die Oberfläche nachbearbeitet. Mit einem Glättwerkzeug entsteht eine besonders ebene Fläche, während Reibebrett oder Schwammbrett je nach gewünschter Optik eine fein strukturierte Oberfläche erzeugen. Arbeiten Sie ohne zu starken Druck und bearbeiten Sie die Fläche gleichmäßig, damit keine sichtbaren Ansätze entstehen. Die Bearbeitung sollte immer im richtigen Abbindezeitpunkt erfolgen, da der Putz sonst verschmiert oder bereits zu hart ist. Orientieren Sie sich dabei an den Produktinformationen des gewählten Putzes oder lassen Sie sich von unserem WH-Team beraten.
Der letzte Schritt der Verputz-Anleitung geht leicht von der Hand: Lassen Sie den Putz vollständig trocknen, bevor Sie mit weiteren Arbeiten beginnen. Die genaue Trockenzeit hängt von Putzart, Schichtdicke, Temperatur und Luftfeuchtigkeit ab und sollte den Herstellerangaben entnommen werden. Während der Trocknungsphase sollte die Wand vor starker Sonneneinstrahlung, Frost und Zugluft geschützt werden. Erst nach vollständiger Durchtrocknung eignet sich die Fläche zum Streichen, Tapezieren oder für weitere dekorative Beschichtungen.
Auch kleine Fehler können das Endergebnis beeinträchtigen. Arbeiten Sie deshalb nicht bei direkter Sonneneinstrahlung oder starker Zugluft, da der Putz sonst zu schnell trocknet. Tragen Sie den Putz nicht zu dick auf und halten Sie sich an die empfohlene Schichtstärke. Außerdem sollte immer nur so viel Material angerührt werden, wie innerhalb der Verarbeitungszeit verarbeitet werden kann.
Ob Renovierung oder Neubau, in den WH-Baumärkten und Baustoffniederlassungen finden Sie alles, was Sie benötigen, um eine Wand nach Anleitung zu verputzen. Trockenbaumaterialien – von Tiefengrund und Putzsystemen über Spachtelmassen bis hin zu hochwertigen Werkzeugen – finden Sie in der breiten Produktpalette namhafter Hersteller in unseren Baumärkten. Für professionelle Ergebnisse und angenehmes Arbeiten.
Unsere Fachberater und -beraterinnen unterstützen Sie bei der Auswahl des passenden Putzsystems und geben praktische Tipps zur Verarbeitung. So schaffen Sie die ideale Grundlage für langlebige und optisch ansprechende Wandflächen.